Frühling ist Zeckenzeit – So schütze ich meine Hunde

 

Wir lieben den Frühling. Alles spriesst, blüht und wird aus dem Winterschlaf geweckt. Die Tage werden länger, die Sonne wärmer – und so geniessen meine vier Hunde und ich immer mehr Zeit im Freien.

Leider hat der Genuss einen schlechten Beigeschmack. Denn nicht nur meine Vierbeiner und ich werden wieder aktiver, sondern auch die Zecken. Das musste einer meiner Hunde bereits im Februar feststellen, als er mit der ersten Zecke der Saison Bekanntschaft machte...

... und durch den sanften Winter stelle ich mich auf eine sehr lästige Zeckenzeit ein.

Was also tun, damit unsere lieben Hunde mit möglichst wenig Qual oder gar mit Spätfolgen durch die Zeckenzeit kommen?

Am besten schützt man sich und seine Vierbeiner, indem man das Immunsystem stärkt und den Geruch des Hundes für eine Zecke widerlich macht. Sodass es die Zecken vorziehen, auf ein nächstes Opfer zu warten. Ich füttere meine Hunde roh, abwechslungsreich und ohne Geschmacksverstärker, die auch gerne mal Parasiten anziehen können. Mit der Fütterung alleine ist es aber leider nicht getan, und auch ich muss während der Zeckensaison weitere Massnahmen treffen, um meinen Hunden die krabbelnden Parasiten vom Leib zu halten. Dabei habe ich für mich und meine vier Hunde entschieden, den Kampf gegen die lästigen Blutsauger ohne Chemie anzugehen. Und festgestellt, dass wir uns nicht nur mit einer natürlichen Variante helfen können. Vielmehr gilt hier die Devise «Viel hilft viel».

Seit ich die erste Zecke entdeckt habe, gebe ich fast täglich etwas Schwarzkümmelöl ins Futter. Hier muss man aber unbedingt auf die Dosierung achten: Meinem 25 Kilogramm schweren «Buck» träufel ich täglich 3 Tropfen ins Futter; für «Lila» mit ihren zarten 14 Kilogramm reichen 2 Tropfen täglich. Entgegen der oben genannten Devise gilt hier: Weniger ist mehr :-) Zu einer Mahlzeit am Tag gebe ich meinen Hunden ausserdem Kokosöl ins Futter. Zudem gibt es täglich einen Messlöffel Knoblauch-Granulat. Mit diesen natürlichen Mitteln bekämpfe ich die Zecken «von innen heraus»: Zum einen wird das Immunsystem der Hunde gestärkt, zum anderen geben die Mittel über die Haut Gerüche ab, die den Zecken so gar nicht schmecken.

Daneben kann man die natürlichen Mittel auch äusserlich anwenden. So könnte man den Hunden sowohl Schwarzkümmel-, als auch Kokosöl ins Fell streifen, bevor man spazieren geht. Als Mehrhundehalterin habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich die Hunde anschliessend lieber gegenseitig abschlecken wollen, anstatt mit mir spazieren zu gehen :-) Zur äusserlichen Zeckenabwehr bevorzuge ich deshalb den «Citronella Fellpflegespray», den ich meinen Vierbeinern vor den Spaziergängen auftrage. Anders als beim Kokosöl finden die Hunde den Anis-Duft nicht so lecker –  und genau so geht es auch den Zecken: Die finden die im Spray enthaltenen ätherischen Öle schrecklich. Eines davon, das Geranium, zerstört ausserdem die Chitinschicht von Spinnentieren und Insekten; es lässt Zecken austrocknen.

Seit zwei Wochen trägt «Buck» zudem einen Bioresonanz-Anti-Zecken-Chip an seinem Brustgeschirr. Der setzt Schwingungen aus, die Zecken fernhalten sollen. Ich bin gespannt, wie dieses natürliche Mittel wirkt. Als Einzelhundehalterin habe ich damals ausserdem sehr gute Erfahrungen gemacht mit Halsbändern aus Bernstein oder so genannten effektiven Mikroorganismen, kurz: EM. Seit ich mehr als einen Hund halte, verzichte ich jedoch lieber auf Halsbänder, um zu verhindern, dass sich die Hunde beim Toben daran verletzen. Dafür lasse ich meine Hunde jedoch das ganze Jahr über aus EM-Keramiknäpfen trinken.

 

Und ganz wichtig nach jedem Spaziergang und am besten am Abend nochmal: Alle Hunde gründlich absuchen! Ich verbinde das am liebsten mit einer kleinen Massage für die Hunde, damit sie das lästige Anfassen auch geniessen können.

 

Mit den natürlichen Mitteln und dem allabendlichen Absuchen sorge ich dafür, dass sich die Zecken gar nicht erst festbeissen. Das macht für mich auch am meisten Sinn. Die gefürchteten Krankheitserreger der Zecken werden nämlich erst dann an den Hund übertragen, wenn sich die Zecke festgesetzt hat. Das heisst für mich im Umkehrschluss, dass alle Mittel, die erst durch Gift gegen Zecken wirken, wenn diese vom Blut des Hundes trinken, letztlich nicht vor den Krankheiten schützen, die die Zecken übertragen können.

Und wenn es doch mal eine Zecke geschafft hat, sich an einem meiner Hunde festzubeissen, dann schwöre ich auf einen Zeckenhaken und Silberwasser-Spray oder AloeVera zur Behandlung der Einstichstelle. Anschliessend gibt es noch Globulis, Ledum C30 soll unterstützend bei Zeckenstichen wirken.

Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen dem einen oder anderen auf der Suche nach einer natürlichen Zeckenabwehr helfen konnte und wünsche euch allen einen tollen und hoffentlich zeckenfreien Frühling mit euren Vierbeinern.

Wenn ihr Fragen habt oder konkrete Produktempfehlungen sucht, meldet euch bei mir. Ich berate euch gerne.

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